Bürokratieabbau ist ein zentrales Anliegen für Unternehmer in Österreich. Die Anforderungen an Dokumentation und Verwaltung sind oft zeit- und kostenintensiv. Die Wirtschaftskammer Österreich (WKO) hat in ihrer aktuellen Studie 2024, durchgeführt vom Market Institut, die Belastungen durch Bürokratie untersucht und auf Maßnahmen hingewiesen, die Unternehmern helfen können, diese Hürden zu überwinden.
Die WKO-Studie 2024: Erkenntnisse und Fakten
Die WKO-Studie 2024, durchgeführt vom renommierten Market Institut, zeigt, dass Bürokratie für viele Unternehmer nach wie vor ein erheblicher Hemmschuh ist. Hier einige zentrale Erkenntnisse der Studie:
Hoher Zeitaufwand:
Unternehmer verbringen durchschnittlich 15% ihrer Arbeitszeit mit bürokratischen Aufgaben.
Kostenintensive Prozesse:
Die Kosten für bürokratische Anforderungen belaufen sich durchschnittlich auf 10.000 Euro pro Jahr und Unternehmen.
Regelungsdichte:
Besonders stark betroffen sind kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die oft weniger Ressourcen für die Bewältigung bürokratischer Aufgaben haben.
Initiativen der WKO
Die WKO setzt sich aktiv für den Bürokratieabbau ein und hat mehrere Initiativen gestartet, um Unternehmer zu entlasten. Eine zentrale Maßnahme ist die Einführung des Bürokratieabbaureports, der regelmäßig die Fortschritte und Herausforderungen im Abbau bürokratischer Hürden dokumentiert.
Digitale Verwaltung:
Ein wichtiger Schritt in Richtung Bürokratieabbau ist die Digitalisierung von Verwaltungsprozessen. Die WKO fördert den Ausbau digitaler Verwaltungsportale, die Unternehmern den Zugang zu wichtigen Dokumenten und Anträgen erleichtern. Dies umfasst:
Online-Formulare:
Vereinfachter Zugang zu Formularen und Anträgen, die elektronisch eingereicht werden können.
Digitale Signaturen:
Einführung von digitalen Signaturen zur Beschleunigung von Genehmigungsprozessen.
Automatisierte Prozesse:
Nutzung von Automatisierungstechnologien zur Reduktion manueller Verwaltungsarbeit.

Entbürokratisierungsgesetz
Ein weiteres Instrument ist das Entbürokratisierungsgesetz, das darauf abzielt, überflüssige Vorschriften abzuschaffen und Verwaltungsverfahren zu straffen. Dieses Gesetz sieht unter anderem vor:
Vereinfachte Meldepflichten:
Reduktion und Vereinfachung der Meldepflichten für Unternehmen.
Schnellere Genehmigungsverfahren:
Verkürzung der Bearbeitungszeiten für behördliche Genehmigungen.
Entfall unnötiger Vorschriften:
Systematische Überprüfung und Abschaffung nicht mehr zeitgemäßer Regelungen.
Fazit: Bürokratieabbau als Wachstumsfaktor
Der Abbau bürokratischer Hürden ist ein entscheidender Faktor für die Wettbewerbsfähigkeit und das Wachstum von Unternehmen in Österreich. Die WKO-Studie 2024 zeigt, dass es noch erhebliche Potenziale gibt, die genutzt werden müssen. Die Initiativen der WKO sind ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung und bieten Unternehmern konkrete Unterstützung.
Für detaillierte Informationen zur WKO-Studie 2024 und den Initiativen zum Bürokratieabbau können Sie die offizielle Webseite der WKO besuchen oder direkt Kontakt aufnehmen.
Quelle: Wirtschaftskammer Österreich (WKO), Market Institut, Bürokratieabbau Studie 2024
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